Altes Fabrikgebäude wird Boardinghouse: PHNX in Hamburg Harburg

Design/Ambiente

Der Bauherr, ein europaweit tätiger Immobilienentwickler, wünschte sich ein Designkonzept, das sich von den übrigen Boarding- oder Student-Living Konzepten abhebt. Vor diesem Hintergrund verliefen die Projektvorbereitungen ebenso intensiv wie die Umsetzung selbst. Zur Auswahl der passenden Partner wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich Susanne Kaiser für den Bereich „Interior Design“ erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte.

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Darüber hinaus initiierte der Bauherr eine Studie, um mittels persönlicher Interviews die Bedürfnisse der Zielgruppe - Studenten und Young Professionals – identifizieren und berücksichtigen zu können. Das Ergebnis kann sich sehen und buchen lassen: Der Industriecharakter des alte Fabrikgebäudes wird mit viel Liebe zum Detail erhalten und mit Comfort für die junge Zielgruppe angereichert.

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Die Location betrachtet Susanne Kaiser als echten Glücksfall: „Das Boardinghouse besticht nicht nur durch optimale Lage - Uni-Nähe und gute Verkehrsanbindung an die Hamburger City - sondern auch durch seinen ganz besonderen Charakter“. Das alte Fabrikgebäude des Reifenherstellers PHÖNIX versprüht jede Menge Industriecharme und inspirierte den Bauherrn auch bei der Namensgebung für das Projekt: PHNX.

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„Beim Design des Interiors haben wir uns vom Flair des alten Fabrikgeländes inspirieren lassen“, erläutert die Innenarchitektin. Herausgekommen ist ein Contemporary-Industrial- Vintage-Style, bei dem Petrol als Grundton in Kombination mit Schwarz dominieren.

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Die Zimmer erhielten einen Boden in Holzoptik und schwarze Einbaumöbel. Eine Wand in Backsteinoptik spiegelt innen die Außenfassade wider und gibt den Zimmern einen typischen New York-Loft-Charakter, der auch in Hamburg üblich ist. Schwarze Fliesen in Kombination mit Leuchten mit Messingdetails unterstreichen den Vintage-Look.
Die Bäder sind schlicht und funktional in ihrer Ausstattung und hochwertig in der Materialkonzeption. Am Boden in den Bädern sind in Schwarz-Weiß Vintage-Optik gefliest. An den Wänden tauchen die Fliesen der Küche wieder auf.

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Der öffentliche Bereich beeindruckt mit Räumen, die über 5 Meter hohe Decken und alte Holzvertäfelungen verfügen. Die großen Fenster und Kronleuchter setzten wir aufwendig in Stand – immer in enger Zusammenarbeit mit dem örtlichen Denkmalschutz.

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Herzstück des öffentlichen Bereichs ist der große denkmalgeschützte Lounge-Saal in der 4. Etage des Gebäudes. Der Saal, der früher für große Meetings und Firmenfeierlichkeiten genutzt wurde, wird mit Bartresen und gemütlichen Sitzgruppen aus Vintage-Möbeln zu neuem Leben erweckt. Die Teppiche sind ebenfalls in Vintage-Optik gewählt und werden punktuell mit Contemporary-Möbeln in leichtem Stahl gruppiert. Die denkmalgeschützten Wandvertäfelungen sind aufgearbeitet und erhalten den modernen Twist durch einen petrolfarbenen Anstrich. In der TV-Ecke gibt es lässige Sitzpoufs zum Entspannen. Außerdem lässt sich auf der Sitztreppe chillen, Kaffee trinken oder auch arbeiten.

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Die Flure sind roh und einfach mit offenen Installationen gehalten. Im unteren Bereich kommen Sie jedoch ganz fein daher, mit einem Brüstungsanstrich in Anthrazit und schwarz- goldenen Wandleuchten. Die öffentlichen Bereiche werden noch durch einen Co-Working- Space ergänzt, der auch für Konferenzen genutzt werden kann. Im Kellergeschoss gibt es eine Laundry, in der es die Möglichkeit gibt, zu waschen und zu bügeln.

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Ein weiteres Highlight des Gebäudes ist ein alter Paternoster, von denen nur noch wenige in Deutschland existieren. Dieser wurde restauriert und darf bei besonderen Anlässen unter Aufsicht in Betrieb gehen.

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Bauherr: Sauer Real Estate www.sauer-int.com
Architekt: APP Hamburg www.architekten-pp.com
Bruttogeschossfläche: ca. 8500 qm
Internet: www.phnx.me
Planung: 2017 bis 2019
Fertigstellung: August 2020

Leistungen:
Interior Design, Farbmaterial und Möblierungskonzept in den öffentlichen Bereichen (Empfang, Flure, Treppenhäuser, Sky-Lounge, Co-WorkingSpace),
225 Wohneinheiten für Hotel- und Boardinghouse Nutzung; Leistungsphasen 1 - 8
Mitarbeit: Sabine Jaschke, Philipp Maaske und Viktoria Wuttke
Fotos: Thomas Bernhardt, Susanne Kaiser, Raimar von Wienskowski

Susanne Kaiser
Susanne Kaiser


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