Sicherheit und Komfort im Hotel

Bildquelle: Miditec Datensysteme GmbH

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Neben dem Komfort ist die Sicherheit einer der wichtigsten Faktoren, um Gästen den bestmöglichen Hotelbesuch zu bieten. Fehlendes Personal, ein dynamisches Gästeaufkommen oder die Möglichkeit eines 24-Stunden-Check-ins stellen Hotelbetreiber immer wieder vor Herausforderungen bei der Umsetzung von Sicherheitsstandards. Angegliederte Hotelangen, Verwaltungs- und Tagungsräume oder sensible Gästebereiche gilt es vor unbefugtem Betreten zu schützen.

Nicht immer ist klar erkennbar, welche Personen zu registrierten Hotelbesuchern gehören und welche sich unerlaubterweise Zutritt verschafft haben. Mithilfe eines professionellen Zutrittsmanagements behalten Hoteliers einen umfassenden Überblick über das Gästeaufkommen. Elektronische Schließsysteme und eine intelligente Software-Lösung sorgen dabei für ein entspanntes An- und Wiederkommen der Gäste.

Marc Hoffmeister, Geschäftsführer der MIDITEC Datensysteme GmbH, gibt im Interview Auskunft über die Notwendigkeit ganzheitlicher Sicherheitslösungen für Hotels.

INTERVIEW

Redaktion HOTEL Fachzeitung: Welches sind die häufigsten Sicherheitslücken in Hotels?

Marc Hoffmeister: Bei Hotelanlangen haben wir es meist mit sehr komplexen Gebäuden zu tun. Vom Saunabereich über das Restaurant bis hin zum Tagungsraum kann alles mit dabei sein. Zu unterschiedlichen Teilbereichen haben natürlich nicht alle Gäste Zutritt und unbefugte Personen sollen diese schon gar nicht betreten. Anbauten müssen also gesondert gesichert werden, denn sofern das nicht der Fall ist, haben Diebe und Trickbetrüger leichtes Spiel. Natürlich helfen in solch einem Fall wachsame Mitarbeiter, aber bei einer hohen Frequentierung und stetig wechselnden Gästen stoßen auch sie an ihre Grenzen. Lückenhafte Sicherheitskonzepte machen sich natürlich bei den Besuchern bemerkbar und wirken abschreckend. Mithilfe ganzheitlicher Zutrittskontrollsysteme, welche kontaktlos durch die Verwendung von Chipkarten und Funk-Türterminals funktionieren, lässt sich sowohl die Sicherheit als auch der Komfort in Hotels erhöhen.

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Bildquelle: Miditec Datensysteme GmbH


Redaktion HOTEL Fachzeitung: Der Einsatz von Chipkarten ist mittlerweile gängige Praxis - was ist das Besondere am System von Miditec?

Marc Hoffmeister: Hinter der Hardware von Miditec, also dem Schließsystem milock Fokus oder den Zutrittslesern, steht die Software MTZ Hotel Solution. Über diese lassen sich sowohl Zutrittskontrolle und Gebäudesicherheit als auch das Personalmanagement abwickeln. Das bedeutet, dass die Gäste mit ihrer Karte nicht nur die Türen zu ihrem Zimmer und dem Speisesaal öffnen können, die Berechtigungsprofile auf den Karten lassen sich flexibel an jeden Bedarf anpassen. Hat ein Gast beispielsweise spontan ein Wellness-Paket gebucht, lässt sich der Zugang für die passenden Räumlichkeiten freischalten. Auch Mitarbeiter und externe Unternehmen können mittels Chipkarte Zutritt zum Areal oder zu bestimmten Räumlichkeiten erhalten. So lassen sich softwareseitig verschiedene Zeitfenster für Servicekräfte, Lieferanten und weitere Dienstleister nach Bedarf einrichten. Durch die zentrale Datenspeicherung behalten Hoteliers den Überblick über die Besucherfrequenz – Besitzer und Personal werden entlastet. In unser modulares Baukastensystem lässt sich auch die Raumautomation integrieren und dadurch letztendlich die CO2-Bilanz optimieren. Verfügen Hotelzimmer über eine entsprechende technische Infrastruktur, kann diese mithilfe der Chipkarte über einen entsprechenden Card-Schalter aktiviert werden. Auf den RFID-Chip-basierten Personal- oder Gästeausweisen lassen sich zuletzt genutzte Einstellungen zu Beleuchtung und Klima abspeichern und sogar individuelle Raumprofile einzelner Personen hinterlegen. Durch die Koppelung von Hard- und Software-Systemen im Gebäude via IoT-Netzwerk ergeben sich für die Betreibenden weitergehende Möglichkeiten der Steuerung und Regulierung von Raumkomponenten sowie der Analyse und Kontrolle sogenannter Energiefresser.

Redaktion HOTEL Fachzeitung: Auch eine Chipkarte kann verloren gehen – was dann?

Marc Hoffmeister: Das ist richtig, aber ein Verlust bietet vorerst keinen Grund zur Sorge. Falls die Chipkarte wirklich abhanden kommen sollte oder eine missbräuchliche Nutzung der Karte vorliegt, kann diese gesperrt oder es können die Berechtigungen der Karte wieder entzogen werden. Als Alternative oder in Ergänzung zur Chipkarte lässt sich auch eine App verwenden, um die Türterminals anzusteuern.

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Bildquelle: Miditec Datensysteme GmbH


Redaktion HOTEL Fachzeitung: Welche Möglichkeiten bietet die Nutzung einer App ihren Anwendern?

Marc Hoffmeister: Sobald sich ein Mitarbeiter oder Gast in der Nähe einer Miditec Türkomponente befindet, wird diese in der Anwendung angezeigt und lässt sich mithilfe von Near Field Technology oder per Bluetooth durch einfaches Vorhalten des Smartphones öffnen. Die Mroomote App aber ist weitaus mehr als ein Türöffner. Mit ihr lassen sich, genau wie mit der Chipkarte, personalisierte Raumprofile erstellen und speichern. Um für größtmögliche Sekurität zu sorgen, ist unsere App Ende-zu-Ende verschlüsselt. Ein ganzheitliches Zutrittsmanagement begrenzt sich nicht auf einzelne Räume innerhalb des Hotelgebäudes. Selbst die Zufahrt zum Parkplatz oder zur Tiefgarage kann über kontaktlose Scanner mit entsprechendem Berechtigungsnachweis erfolgen. Auch der Zugang zu einzelnen Stockwerken lässt sich präzise steuern und erhöht dadurch die Sicherheit für die Gäste.

Redaktion HOTEL Fachzeitung: Angenommen ein Hotelier möchte ein elektronisches Zutrittsmanagement in den laufenden Hotelbetrieb integrieren – wie wäre das möglich?

Marc Hoffmeister: Sowohl das elektronische Schließsystem milock Fokus als auch unsere Zutrittsleser lassen sich ohne großen baulichen Aufwand in bestehende Betriebe integrieren. Hotelbetreiber können ihre Infrastruktur also relativ unkompliziert anpassen und das Managementsystem entsprechend nachrüsten. Bei unserer Hardware gibt es unterschiedlichste Farb- und Formoptionen, daher bieten wir für nahezu jedes Corporate Design eine optisch ansprechende Lösung. Wir haben beispielsweise Leser im Glasdesign im Sortiment, aber auch Leser, die sich in gängige Schalterprogramme integrieren lassen.

Redaktion HOTEL Fachzeitung: Welche Vorteile bietet die Installation von solch einem ganzheitlichen System?

Marc Hoffmeister: Durch die Kombination aus Software-Lösung und moderner Schließtechnik lassen sich die steigenden Ansprüche an das Hospitality-Gewerbe umsetzen, ohne von Problemen wie Mitarbeitermangel oder variablen Besuchszeiten betroffen zu sein. Ganzheitlichkeit bedeutet zugleich auch ein hohes Maß an Flexibilität. Bei Bedarf lassen sich Soft- und Hardware jederzeit um Module zur Besucherverwaltung, Gefahrenmeldung und zum Gebäudemanagement erweitern und somit an den tatsächlichen Betriebsalltag anpassen – alles aus einer Hand.


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