In Hospitality-Räumen muss Licht mehr leisten als Orientierung. Es soll Wege führen, Oberflächen lesbar machen, Atmosphäre erzeugen und dabei über Jahre wartbar bleiben. Mit SPY II 39 entwickelt Deltalight seine bekannte Strahlerfamilie in genau diese Richtung weiter.

Ein System für unterschiedliche Anwendungen: SPY II 39 erscheint als Pendelleuchte, Strahler und Einbauvariante in einer durchgängigen Gestaltungslinie. Foto: Deltalight
Der neue Architekturstrahler ist weniger als solitäres Designobjekt gedacht, sondern als Teil eines Systems. Für Projekte im Hospitality-Bereich ist das relevant: Lobby, Restaurant, Flur, Bar oder Suite verlangen unterschiedliche Lichtaufgaben, sollen aber gestalterisch zusammengehören. SPY II 39 setzt hier auf eine reduzierte Form, mehrere Anwendungen und eine technische Basis, die sich später anpassen lässt.
Ein Lichtsystem für wechselnde Raumsituationen
Deltalight führt SPY II 39 als verstellbaren Strahler, als Pendelleuchte und als Pendelleuchte mit durchgehendem Rohrpendel. Diese Varianten folgen einer gemeinsamen Gestaltungslinie. Das erleichtert eine durchgängige Lichtplanung, wenn in einem Projekt verschiedene Zonen unterschiedliche Helligkeiten, Blickführungen oder Akzente benötigen.
Gerade im Hospitality-Kontext zählt diese Kontinuität. Ein Restaurantbereich verlangt oft eine andere Lichtwirkung als ein Erschließungsraum, eine Lounge andere Akzente als ein Empfangsbereich. Wenn Leuchtenfamilien dabei formal auseinanderfallen, entsteht schnell visuelle Unruhe. SPY II 39 hält die äußere Erscheinung bewusst zurück und verlagert den Schwerpunkt auf Lichtwirkung, Ausrichtung und optische Präzision.
Oliver Waidmann, Regional Director DACH, ordnet die SPY-Familie als festen Bestandteil des Deltalight-Sortiments ein. Mit der neuen Generation solle der architektonische Charakter erhalten bleiben, während technische und gestalterische Möglichkeiten erweitert würden. Die Leuchte folgt damit nicht dem Prinzip auffälliger Präsenz, sondern der Idee, Licht als Teil der Architektur zu behandeln.

In der Version „Dome“ ist der SPY-Strahler halbversenkt integriert. Die Leuchte bleibt architektonisch zurückhaltend, die Lichtwirkung übernimmt die Hauptrolle. Foto: Deltalight
Wartbarkeit als planerischer Wert
Ein wesentlicher Punkt liegt im modularen Aufbau. LED-Module, Elektronik und Optiken können laut Deltalight vor Ort ausgetauscht oder aktualisiert werden. Für Hospitality-Projekte ist das mehr als ein technisches Detail. Räume dieser Kategorie werden intensiv genutzt, Beleuchtung bleibt oft über lange Zeit im Betrieb, und Umbauten müssen möglichst kontrolliert erfolgen.
Die Plug-&-Play-Logik soll Montage, Demontage und Service vereinfachen. Dadurch wird SPY II 39 nicht auf den Erstzustand eines Projekts festgelegt. Wenn sich Anforderungen ändern, lassen sich zentrale Komponenten anpassen, ohne die gestalterische Linie grundsätzlich zu verlassen. Das unterstützt langfristige Nutzung und schützt Investitionen in Lichtplanung und Innenarchitektur.
Auch die Oberflächen sind auf differenzierte Raumkonzepte ausgelegt. Neun Varianten reichen nach Herstellerangaben von puren architektonischen Ausführungen bis zu warm metallisch gebürsteten Tönen. Gehäuse, Front, Scharnier und Montageelemente lassen sich individuell konfigurieren. Für Hospitality-Interieurs eröffnet das Spielraum zwischen ruhiger Integration und bewusst gesetztem Akzent.

Mit Wabenraster ausgestattet, ermöglicht SPY II 39 eine präzise, blendungsarme Lichtführung. Unterschiedliche Abstrahlwinkel und hohe Farbwiedergabe erweitern den planerischen Spielraum. Foto: Deltalight
Präzise Lichtführung statt dekorativer Effekt
Technisch nennt Deltalight bis zu 1.089 Lumen bei 8,6 Watt. Die Farbwiedergabe ist mit CRI 90 oder CRI 97 angegeben, die Farbtemperaturen reichen von 2.700 bis 4.000 Kelvin. Soft Dim und Tunable White erweitern die Möglichkeiten, Lichtstimmungen an Tageszeit, Nutzung oder Atmosphäre anzupassen.

Verschiedene Längen und Oberflächenvarianten zeigen die gestalterische Bandbreite der SPY-Strahler für differenzierte Raumkonzepte. Foto: Deltalight
Für die Lichtverteilung stehen Abstrahlwinkel von 15 bis 55 Grad zur Verfügung. Focus-, Wallwash- und Framer-Optionen erlauben unterschiedliche Aufgaben: Akzente auf Tischen oder Objekten, gleichmäßigere Wandaufhellung oder präzise begrenzte Lichtfelder. Zubehör wie Wabenraster und Streulinsen ergänzt diese Bandbreite und kann helfen, Sehkomfort und Lichtwirkung genauer auszutarieren.
Damit eignet sich SPY II 39 für Lichtkonzepte, in denen Funktion und Atmosphäre eng zusammenliegen. In Hospitality-Projekten entscheidet selten eine einzelne Leuchte über die Qualität des Raums. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Lichtfarbe, Farbwiedergabe, Blendungsbegrenzung, Oberflächenwirkung und gestalterischer Zurückhaltung.

Neun Oberflächen und Farbtöne eröffnen Spielraum zwischen ruhiger Integration und bewusstem Akzent. Die klare Designsprache der SPY-Familie bleibt erhalten. Foto: Deltalight
Deltalight ergänzt das Produktumfeld durch den Thesaurus Residential, einen praxisorientierten Leitfaden für Wohnraumbeleuchtung. Auch wenn der Fokus dort auf Wohnräumen liegt, zeigt der Ansatz, wie der Hersteller Licht nicht nur technisch, sondern räumlich begreift. SPY II 39 wird dadurch als Baustein größerer Lichtkonzepte lesbar.
Vorgestellt wird SPY II 39 auf der architect@work in verschiedenen Städten. Waidmann sieht die Messe sinngemäß als Plattform für den Austausch mit Architektur- und Planungsteams. Gerade bei einem Strahler, dessen Qualitäten in Lichtlenkung, Oberfläche und Systemlogik liegen, ist die direkte Bemusterung naheliegend.
Deltalight ist ein belgisches Familienunternehmen und entwickelt seit 1989 Lichtlösungen für die Architektur. Mit SPY II 39 führt der Hersteller eine etablierte Produktfamilie fort, verschiebt ihren Nutzen aber deutlich in Richtung Flexibilität, Wartbarkeit und präzise planbarer Raumwirkung. Für Hospitality-Projekte kann genau diese Zurückhaltung ein Vorteil sein.