Aus der ehemaligen Kaffeebörse in Hamburg wurde das Ameron Hotel Speicherstadt

Design/Ambiente

 

Die Hansestadt Hamburg hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Die frühere Industriestadt hat sich dank der Hafencity und architektonischer Leuchttürme wie der Elbphilharmonie zum Touristenmagneten entwickelt. Laut der Hamburg Tourismus GmbH haben im vergangenen Jahr 6,8 Millionen Besucher rund 13,8 Millionen Übernachtungen in der Hansestadt gebucht. In diesem Jahr wird ein Wachstum auf mehr als 14 Millionen Übernachtungen erwartet, sagt der Chef der Marketing-Organisation, Michael Otremba. Durch die im Januar 2017 eröffnete Elbphilharmonie hat die Reisedestination Hamburg nochmals national und international stark an Attraktivität gewonnen. Die „Elphi“ wie sie liebevoll genannt wird, soll alleine in den nächsten Jahren für Hunderttausende zusätzliche Touristen sorgen. Ausblickend dürfte Hamburg aber nicht nur vom Performancebooster Elbphilharmonie profitieren, sondern von der gesamten Entwicklung der Hafencity. Dazu passt, dass die Hansestadt über viele Hotels mit einer speziellen Ausrichtung verfügt, die auch der Stadtentwicklung neue Impulse verleihen. Viele dieser spannenden Hotels wurden in der Hafencity eröffnet. Dazu zählen unter anderem das 25hours Hotel HafenCity, das Sir Nikolai Hotel sowie das Ameron Hotel Speicherstadt.

Ameron Hotel in historischer Umgebung
Wegen ihres hohen architektonischen und städtebaulichen Rangs stellte der Senat die Speicherstadt, einschließlich ihrer Fleete, Brücken und Zollgebäude seit 1991 unter Denkmalschutz. Die nach dem Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Speicherstadt wurde im Zuge des von dem damaligen Architekten Werner Kallmorgen vorangetriebenen Neubaus wiederentdeckt. Zu den markanten Gebäuden zählte auch die Kaffeebörse (Bj 1887), die über Jahrzehnte weltweit die bedeutendste Warenterminbörse für Rohkaffee war. Die im Jahr 1956 wiedereröffnete Kaffeebörse wurde inzwischen zum Hotel umgebaut. Seit dem 1. September 2014 befindet sich das Ameron Hotel Speicherstadt auf diesem historischen Gelände. Das Hotel wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, was den Auflagen der Speicherstadt geschuldet ist. Dazu passt auch die dezente Reklame. Das Ameron ist das derzeit einzige Hotel in der Speicherstadt und wird auch das Einzige in diesem Stadtteil bleiben, sagt Jennifer Schönau, General Managerin des Ameron Hotel Speicherstadt. In Deutschland einzigartig ist auch der Brückenübergang zum zweiten Gebäude dem italienischen Restaurant Cantinetta, wo Gäste auch das Frühstück einnehmen und gleichzeitig freien Blick auf das Brooksfleet und die vorbeifahrenden Barkassen haben. Neben dem Restaurant befindet sich im Hauptgebäude noch eine Bar, in der Gäste bei Lounge Musik den Abend ausklingen lassen können.

Auslastung zwischen 80 bis 85 Prozent
Insgesamt ist Frau Schönau mit der Entwicklung des Hauses sehr zufrieden, was sich auch an der Auslastung zeigt. Diese liegt zwischen 80 und 85 Prozent - und damit innerhalb des Benchmark-Bereichs der Hansestadt. Um dieses Gebäude bzw. Fläche hätten sich mehrere Betreiber bemüht. Letztendlich hat der Eigentümer und Betreiber der Althoff Hotel Collection, Thomas Althoff, den Zuschlag erhalten, weil er im Gegensatz zur Konkurrenz auch ein F&B Bereich angeboten hat, betont Frau Schönau.
Im historische Börsensaal des Hotels mit einer Größe von 264 m² können auch größere Kongresse, Tagungen und Abendveranstaltungen mit bis zu 130 Teilnehmern abgehalten werden.

Neue Hotels auch in Deutschland geplant
Obwohl die Ameron-Marke international weiter ausgerollt werden soll, darunter auch in China, wird das Unternehmen auch in Deutschland weitere Investments tätigen. Während im laufenden Jahr noch das Ameron Neckarvillen in Frankfurt eröffnet wird, sind im Jahr 2019 die Eröffnungen des Ameron Hotel Motorworld München und Ameron Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa geplant.

Boomtown Hamburg – 50 Hotels in der Pipeline
Dank des Touristenbooms hat sich auch der Hotelmarkt in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Um die wachsende Nachfrage zu befriedigen, werden die Kapazitäten der Nachfrage angepasst. Bis 2023 sollen etwa 50 weitere Hotels auf dem Markt kommen. Allein in diesem Jahr sollen 14 Hotels mit insgesamt rund 2.700 Zimmern eröffnet werden, darunter das Luxushotel „The Fontenay“, welches bereits im März die Türen öffnete.

Aktuell kommt Hamburg auf rund 60.000 Betten, die durchschnittliche Zimmerauslastung lag 2017 bei 80,3 Prozent, nach 79,6 Prozent im Vorjahr. Damit liegt Hamburg unter den deutschen Metropolen auf Position 1 vor Berlin (76,7 Prozent) und München (75,6 Prozent). Mit einem durchschnittlichen von rund 118 Euro und einem Ertrag pro Zimmer (RevPar) von 95 Euro (Quelle Christie & Co) liegt die Hansestadt im Mittelfeld der deutschen Städte.


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